einsteig · ankommen
Die Schwelle
Dauer: 20 Min.
Kurzbeschreibung
Erste geführte Hypnose-Erfahrung. Sanfte Induktion ohne therapeutischen Anspruch. Ziel ist das Kennenlernen des Trancezustands.
Therapeutisches Ziel
Die Person macht eine erste bewusste Tranceerfahrung. Sie lernt, was es bedeutet, Aufmerksamkeit zu fokussieren, den Körper loszulassen und einen veränderten Bewusstseinszustand zu erleben — ohne Druck und ohne Auftrag.
Besonderheiten für Einsprechung
- Sehr langsames Tempo durchgehend
- Pausen großzügig einsetzen, länger als notiert wenn nötig
- Stimme tief und gleichmäßig — kein Singsang
- Erste Session: besonders deutlich auf Freiwilligkeit hinweisen
Modulare Einbettung
- Einstieg: Erster Schritt für alle Nutzer:innen
- Folgesession: 02-atem-anker
- Vortex-Pfade: erschoepft, suchend, neugierig
Skript (Lesemodus)
54 Pausen · 279 Sek. Pausen-Summe · geschätzte Sprechzeit ca. 8 Min.
Die Schwelle — Einsprechskript
Vor der Session (App-Bildschirm, wird nicht eingesprochen)
Willkommen bei deiner ersten Session. Du brauchst heute nichts zu leisten. Nichts zu erreichen. Leg dich hin oder setz dich bequem. Schließe die Augen, wenn du bereit bist. Die Session beginnt in 30 Sekunden.
Einleitung
[langsam] [warm]
Willkommen.
Nimm dir einen Moment — einfach so.
Du bist hier. In diesem Raum. Mit diesem Atem.
Du brauchst jetzt nichts anderes zu tun, als hier zu sein.
Nichts zu erreichen. Nichts zu beweisen.
Diese Zeit gehört dir.
Sicherheitsformel
[klar] [warm]
Bevor wir weitergehen — ein paar Worte vorab.
Du behältst während dieser gesamten Session die Kontrolle.
Du bist jederzeit wach genug, um zu reagieren.
Wenn irgendetwas unangenehm wird — öffne einfach die Augen.
Das ist alles. Das genügt.
Körperorientierung
Spüre für einen Moment, wie dein Körper die Unterlage berührt.
Der Rücken.
Die Schultern.
Die Beine.
Vielleicht bemerkst du, wo etwas drückt oder leicht unbequem ist.
Das ist in Ordnung.
Du kannst dich noch einmal anders hinlegen — oder so bleiben, wie du bist.
Dein Körper weiß, was passt.
Atembeobachtung
[langsam] [leise]
Richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem.
Nicht verändern. Nur beobachten.
Wie er kommt.
Wie er geht.
Die kurze Stille dazwischen.
Dein Atem atmet sich ganz von selbst.
Du musst ihm nicht helfen.
Vielleicht bemerkst du, wie er bei jedem Ausatmen
ein kleines Stück ruhiger wird.
Ganz von selbst. In deinem eigenen Tempo.
Induktion — Schwere
[tief] [langsam]
Richte deine Aufmerksamkeit auf deine Hände.
Vielleicht bemerkst du dort etwas —
eine leichte Wärme. Ein Kribbeln. Eine Schwere.
Oder auch nichts davon — das ist genauso richtig.
Und während du auf deine Hände achtest,
darf sich vielleicht eine angenehme Schwere einstellen.
Keine Erschöpfung — eine gute Schwere.
Die Schwere von jemandem, der ausruht.
Diese Schwere kann sich ausbreiten —
von den Händen in die Unterarme.
Von den Unterarmen in die Schultern.
In deinem eigenen Tempo.
Niemand eilt.
Und mit jedem Ausatmen
darf dein Körper ein kleines Stück mehr loslassen.
Nicht weil er muss.
Weil er darf.
Vertiefung — Zählen
[tief] [sehr langsam]
Ich werde jetzt von zehn bis eins zählen.
Mit jeder Zahl — ein Atemzug.
Mit jeder Zahl — ein kleines Stück tiefer.
Tiefer bedeutet nicht Schlaf.
Tiefer bedeutet: ruhiger, präsenter, weicher.
Zehn —
ein Ausatemzug.
Neun —
ein bisschen schwerer.
Acht —
ruhiger.
Sieben —
die Gedanken dürfen kommen und gehen
wie Wolken, die vorüberziehen.
Sechs —
tiefer.
Fünf —
in der Mitte. Halb unten. Alles in Ordnung.
Vier —
ruhiger.
Drei —
fast ganz unten.
Zwei —
ein Atemzug.
Eins.
Im Zustand — Stilles Verweilen
[sehr leise] [tief]
Hier darfst du einfach bleiben.
Nichts zu tun. Nichts zu lösen.
Wenn Gedanken kommen — lass sie kommen.
Lass sie weiterziehen.
Du musst ihnen nicht folgen.
Dein Atem atmet.
Dein Körper ruht.
Du bist hier.
Vielleicht bemerkst du in dieser Stille
etwas, das du sonst nicht hörst.
Etwas in dir — ruhig, klar, vorhanden.
Das war schon immer da.
Reorientierung
Gleich wirst du deine Aufmerksamkeit zurückbringen.
Zurück in diesen Raum. Zurück in deinen Alltag.
In deinem eigenen Tempo.
Ich zähle von eins bis fünf.
Bei fünf öffnest du die Augen — wach, klar, erfrischt.
Eins — die Aufmerksamkeit kehrt zurück.
Deine Finger und Zehen beginnen sich leicht zu bewegen,
wenn du magst.
Zwei — der Körper erwacht sachte.
Vielleicht streckst du dich ein kleines Stück.
Drei — in der Mitte. Halb hier.
Vier — fast ganz da.
Du spürst den Raum um dich.
Fünf. [klar] Augen öffnen, wenn du bereit bist.
Tief einatmen.
Willkommen zurück.
Nachklang (App-Bildschirm, wird nicht eingesprochen)
Lass dir noch ein paar Minuten Zeit. Du musst jetzt nicht aufspringen. Wenn du möchtest: schreib drei Sätze auf, was du erlebt hast. Oder bleib einfach noch kurz liegen. Das war deine erste Schwelle. Du hast sie gefunden.